Stillförderung Schweiz

Aktuelle Informationen

Antwort des Bundesrates vom 30.11.2018 auf die Motion Maya Graf

"Der Nutzen von Stillen und dessen Förderung sind anerkannt. Stillen hat einen wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit und die Entwicklung des Kindes. Aus diesem Grund wird den erwerbstätigen Müttern nach dem Mutterschaftsurlaub das Stillen am Arbeitsplatz ermöglicht.

Die arbeitsrechtlichen Regelungen von Artikel 35 und 35a des Arbeitsgesetzes (ArG; SR 822.11) mit den dazugehörigen Ausführungsbestimmungen tragen der besonderen Situation stillender Mütter Rechnung: Der stillenden Mutter ist die erforderliche Zeit zum Stillen frei zu geben und ein geeigneter Raum zur Verfügung zu stellen. Zudem hat sie seit dem 1. Juni 2014 Anspruch auf entlöhnte Zeiten für das Stillen (oder Abpumpen der Milch) während des ersten Lebensjahres des Kindes. Abhängig von der täglichen Arbeitszeit ist ihr für 30, 60 oder 90 Minuten pro Tag, welche sie für das Stillen oder Abpumpen benötigt, der normale Lohn zu bezahlen (Art. 60 Abs. 2 der Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz [ArGV 1; SR 822.111]). Diese Regelung konkretisiert den Inhalt des von der Schweiz ratifizierten Übereinkommens Nr. 183 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über den Mutterschutz, insbesondere Artikel 10 des Übereinkommens, der bezahlte Stillzeiten für stillende Mütter vorsieht.

Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die heutige Kostentragung für Stillzeiten im Rahmen des arbeitsrechtlichen Sonderschutzes und der generellen Fürsorgepflicht der Arbeitgebenden für ihre Angestellten liegt und nicht zu den Aufgaben der Erwerbsersatzordnung (EO) gehört, welche den entgangenen Verdienst bei längeren Ausfällen wegen Dienstleistung oder Mutterschaft kompensiert. Eine Erwerbsersatzregelung würde zu Kostenfolgen für die EO von jährlich rund 60 Millionen Franken führen. Diese Kostenschätzung basiert auf der Statistik des EO-Registers 2017 (Mütter mit Mutterschaftsentschädigung) unter Berücksichtigung der reduzierten Erwerbsquote von Müttern nach der Geburt. Aufgrund der kurzen Arbeitsunterbrüche für das Stillen wäre die Durchführung der EO zudem nur unter absolut unverhältnismässigem Aufwand in der Lage, die Anspruchsberechtigung zu überprüfen."

November 2018

Neu für Väter

Väter haben heute eine anspruchsvolle Aufgabe: Einerseits tragen sie mit ihrem Einkommen nach wie vor fast drei Viertel der Verantwortung für die materielle Sicherheit der Familie. Andererseits sollen sie präsente und kompetente Väter sein. Das ist eine grosse Herausforderung. In Zusammenarbeit mit männer.ch ist ein neues Faltblatt mit Informationen für Väter entstanden.

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November 2018

Motion Maya Graf: Bezahlte Stillpausen sollen durch die Erwerbsersatzordnung EO finanziert werden

Der Bundesrat wird mit der Motion 18.4061 beauftragt, die Erwerbsersatzordnung dahingehend anzupassen, dass die heute durch den Arbeitgeber/Arbeitgeberin bezahlten Stillpausen neu durch die Erwerbsersatzordnung finanziert werden.

Die bezahlte Stillzeit geht momentan vollständig zu Lasten des Arbeitgebers/der Arbeitgeberin. Nebst organisatorischen Herausforderungen sind daher auch finanzielle Einbussen bei den Arbeitgebenden oft ein Hindernis, die bezahlten Stillpausen zu ermöglichen. Vor allem bei kleinen und mittleren Betrieben wäre daher bei einer Übernahme der Kosten durch die EO eine positivere Einstellung der Arbeitgebenden zu den bezahlten Stillpausen zu erwarten.

Oktober 2018

Fachtagung Zürich

Mit über 150 Teilnehmenden war die Fachtagung am Universitätsspital Zürich ein grosser Erfolg. Die Referate von Cora Vökt, Christa Herzog und Jacqueline Barin wurden als überwiegend sehr interessant beurteilt. Wir bedanken uns herzlich beim Universitätsspital Zürich für die Räumlichkeiten, sowie bei Gesundheitsförderung Schweiz und Medela AG für die Unterstützung.

Die Folien zu den Referaten sind aufgeschaltet >>>

September 2018

Fachtagung Lausanne

Gut 60 Teilnehmerinnen folgten den Ausführungen von Valérie Avignon, Patricia Perrenoud, Odile Evequoz und Jacqueline Barin anlässlich der Fachtagung in Lausanne. Die Vorträge wurden mehrheitlich als sehr interessant und vorwiegend interessant beurteilt. Wir bedanken uns herzlich beim Team des CHUV für die Mitorganisation der Veranstaltung, sowie bei Gesundheitsförderung Schweiz und Medela AG für die Unterstützung.

Die Folien zu den Referaten sind aufgeschaltet  >>>

September 2018

Sichere Spendermilch: Milchbanken in allen Landesteilen gefragt

Medienmitteilung 3.9.2018: Spendermilch ist gemäss der Weltgesundheitsorganisation WHO die beste Alternative zur Muttermilch. Doch in der Schweiz mangelt es an einer sicheren Infrastruktur, wie eine neue Studie zu den Erfahrungen mit dem Austausch von Muttermilch zeigt. Stillförderung Schweiz setzt sich für standardisierte Rahmenbedingungen für den Aufbau von Milchbanken für Frühgeborene in allen Landesteilen ein. Dazu sollte Muttermilch gesetzlich als Lebensmittel oder Blutprodukt deklariert werden. Weiterlesen >>

Die Lücken bei der Muttermilchversorgung: Milchbanken und Milchtauschpraktiken – Erfahrungen in der Schweiz >>> (Abstract)
The MILK GAP - Contextualizing Human Milk Banking and Milk Sharing Practices and Perceptions in Switzerland >>> (Full Report)
J. Barin, Dr. med. K. Quack Lötscher August, 2018
Stellungnahme des Fachbeirates Stillförderung Schweiz >>>

September 2018

«Babyfreundliche Spitäler» erreichen in der Schweiz ein hohes Qualitätsniveau

Zürich, 6. August 2018 – In der Schweiz entsprechen 27 Spitäler den von der WHO und UNICEF festgelegten Qualitätskriterien «Baby Friendly Hospital Initiative» (BFHI). Gemäss dem neusten Bericht 2017 des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts >>> zeigen die «Baby Freundlichen Spitäler» eine qualitativ hochstehende Leistung in Bezug auf Bindungs- und Stillförderung. Weiterlesen >>>

August 2018

Weltstillwoche 2018

Diese Aktivitäten wurden uns bereits gemeldet >>>
zur Materialbestellung >>>

Juli 2018

Informal Human Milk Sharing and Selling: Risks and Challenges

Auch für die Präsentation am SGGG Kongress hat Jacqueline Barin den Posterpreis gewonnen. Herzliche Gratulation!

Poster  >>>

An den Fachtagungen von Zürich >>> und Lausanne >>> wird die Studie ausführlich vorgestellt.

Juli 2018

Neue Webseite für die Ernährung der Kleinsten

Die Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern ist ein wichtiges Thema. Eine ausgewogene Ernährung schafft die Grundlage für eine gesunde Entwicklung der Kinder. Das BLV hat dazu bereits eine Broschüre und einen Flyer publiziert. Jetzt können diese Informationen sowie weitere Tipps und Rezepte neu auch online abgerufen werden unter kinderandentisch.ch.

Mehr dazu >>>

Juni 2018

Wir sind bereit für die Weltstillwoche 2018

Ab sofort kann das Material für Aktivitäten während der Weltstillwoche bestellt werden. Allen Personen, Verbänden und Unternehmen, die eigene Veranstaltungen planen, stellt Stillförderung Schweiz Postkarten, Plakate und Schutzhüllen für das Gesundheitsheft zur Verfügung.

Hier geht es direkt zur Bestellung >> - die Auslieferung erfolgt ab August
Weitere Informationen >>>

Juni 2018

Wir gratulieren!

Jacqueline Barin hat mit ihrer Präsentation zu Frauenmilchbanken: Herausforderungen und Chancen in der Schweiz am Posterwettbewerb des Perinatalkongresses den 1. Preis gewonnen. >>>

Die ganze Studie wird an unserer Fachtagung vom 13. September 2018 vorgestellt. >>>

Mai 2018

Jahresbericht 2017

Der Jahresbericht 2017 ist online.

Mai 2018

 

Fachtagung 2018 Zürich

Spannende Themen an unserer Fachtagung in Zürich vom 13. September 2018:

  • Gestationsdiabetes und Stillen – wie geht das zusammen?
     Dr. med. Cora Vökt, Fachärztin Gynäkologie und Geburtshilfe FMH, Stillberaterin IBCLC

  • Kolostrumgewinnung in der Schwangerschaft – wozu, wann, wie?
    Christa Herzog-Isler, Still- und Laktationsberaterin IBCLC

  • Austausch und Verkauf von Muttermilch: Risiken und Herausforderungen
    Jacqueline Barin, Masterstudentin Berner Fachhochschule Ernährung

Jetzt anmelden >>

April 2018

 

 

Anmeldung für Informationen zum Stillen

Seit 2014 ist der Artikel 60 (Arbeitszeit und Stillzeit bei Schwangerschaft und Mutterschaft) der Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz (ArGV 1) über bezahlte Stillpausen in Kraft. (Details >>)


Bei der Wiederaufnahme der Arbeit stillen viele Mütter frühzeitig ab, weil sie sich ihrer Rechte zum Stillen am Arbeitsplatz nicht bewusst sind oder glauben, es lasse sich organisatorisch nicht einrichten.


Mit der Anmeldung «Ja, ich will mehr über das Stillen wissen» trägt Stillförderung Schweiz dazu bei, dass mehr Mütter mit Informationen zum Thema versorgt werden können. Die Frauen melden sich mit ihrer E-Mail Adresse, dem Geburtstermin und der bevorzugten Sprache bei Stillförderung Schweiz (contact@stillfoerderung.ch) an.

Die Angemeldeten erhalten vor Ende des Mutterschaftsurlaubes Informationen zum Thema Rückkehr an den Arbeitsplatz und Weiterstillen, Informationen zu rechtlichen Grundlagen, Checklisten zur Vorbereitung, Informationsblätter für den Arbeitgeber sowie nützliche Links und Adressen.
Kurz nach der Geburt werden zudem allgemeine Informationen zum Stillen versandt.

Anmeldekarten zum Abgeben an werdende und neue Mütter durch Fachpersonen (Hebammen, Stillberaterinnen, GynäkologInnen, PädiaterInnen, Mütter- Väterberatungen, Spitäler) können bei Stillförderung Schweiz kostenlos bezogen werden. www.stillfoerderung.ch/shop

April 2018
 

 
  

Infopost März 2018

Neues und Aktuelles von Stillförderung Schweiz finden Sie hier.


März 2018


Weltstillwoche 2018

Der Slogan für die Schweiz wurde von der Arbeitsgruppe Weltstillwoche erarbeitet:

Stillen: Basis für das Leben
L'allaitement maternel: base pour la vie
L'allattamento al seno: base di vita


Wiederum hat uns Judith Zaugg dazu ein tolles Bild gestaltet.

Die Weltstillwoche findet vom 15. - 22. September 2018 statt. Weitere Informationen dazu finden Sie laufend auf unserer Seite Weltstillwoche.

Februar 2018

 


Save the date

Die Daten der Fachtagungen 2018 sind bekannt:


Februar 2018


Zum Hören:

Vaterschaft ist... von Simon Chen


Januar 2018


Weltstillwoche 2018

WABA hat den Slogan für die Weltstillwoche 2018 bekanntgegeben: "Breastfeeding - Foundation of life"

Die Weltstillwoche findet vom 15. - 22. September 2018 statt. Weitere Informationen dazu finden Sie laufend auf unserer Seite Weltstillwoche.

Januar 2018


Aktuelles zum Projekt Miapas

Um die Gesundheit von Kindern von 0 bis 4 Jahren und ihrer Eltern zu fördern, führt Gesundheitsförderung Schweiz seit 2015 zusammen mit und unterstützt von nationalen Partnern das Projekt Miapas durch.
Das Projekt Miapas zielt einerseits darauf ab, die politisch Verantwortlichen für die Wichtigkeit der Gesundheitsförderung im Kleinkindalter zu sensibilisieren. Andererseits fördert es die Zusammenarbeit zwischen den im Kleinkindbereich tätigen Fachleuten, um auf nationaler Ebene gemeinsame Botschaften zu den Themen Bewegung, Ernährung und – seit 2017 – psychische Gesundheit zu erhalten.


Informationen von Gesundheitsförderung Schweiz über die aktuelle Entwicklung des Projekts


Dezember 2017


Infopost Dezember 2017

Unsere Webseite kommt im neuen Design daher. Um Ihnen einen besseren Online-Service zu bieten, haben wir unseren Webauftritt benutzerfreundlicher und vor
allem übersichtlicher gestaltet. Zudem ist er neu auch für mobile Endgeräte ausgelegt. Freuen Sie sich auf eine frische Optik und eine verbesserte Menüführung.
Viel Vergnügen beim Lesen.


zur Infopost


Dezember 2017


Antwort des Bundesrates zu Motion Feri vom 1.12.2017

Stillen ist die natürlichste und gesündeste Ernährung für ein Kind. Der Bund rät deshalb, ausgehend von der Empfehlung der WHO und der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie, Säuglinge während der ersten vier bis sechs Monate, soweit möglich und mit der persönlichen Entscheidung vereinbar, ausschliesslich zu stillen.
Nach der Verordnung über Lebensmittel für Personen mit besonderem Ernährungsbedarf (SR 817.022.104) muss sich, analog zum EU-Recht, Folgenahrung in der Kennzeichnung und Werbung deutlich von Säuglingsanfangsnahrung unterscheiden. Dies soll eine Verwechslung sowie das indirekte Bewerben von Säuglingsanfangsnahrung, was sowohl in der Schweiz wie auch in der EU verboten ist, über die Folgenahrung ausschliessen. Die Umsetzung der vorgenannten Vorgaben ist aktuell in der Schweiz jedoch noch nicht optimal. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen wird daher die Hersteller für eine striktere Beachtung dieser Vorgaben sensibilisieren und die Kantone zu einem konsequenteren Vollzug auffordern. Erst wenn dieses Vorgehen die Situation nicht verbessert, würde eine Werbebeschränkung für Folgenahrung ins Auge gefasst werden.


Motion 17.3661 „Werbebeschränkungen für Säuglingsanfangs- und Folgenahrungen“


Dezember 2017


Umfrage zu Stillen und Arbeit im Spital

Stillförderung Schweiz setzt sich zum Ziel, nebst Fachpersonen und Eltern über die Rechte von stillenden Müttern bei Wiederaufnahme der Arbeit aufzuklären auch Arbeitgeber auf das Thema zu sensibilisieren. Dazu werden laufend Arbeitgeber über die Abläufe im Betrieb befragt und auf die Merkblätter von Stillförderung Schweiz hingewiesen.
Im Rahmen eines Praktikums bei Stillförderung Schweiz wurde die Umfrage zum Thema «Stillen und Arbeit» an 280 Personalabteilungen von Spitälern gesendet. 33 Spitäler sendeten den Fragebogen zurück, das entspricht einer Rücklaufquote von knapp 12%.
Erfreulicherweise sind bei 97 % der antwortgebenden Spitäler die Vorgesetzten über die gesetzlichen Vorgaben informiert, aber nur 24 % unternehmen proaktive Anstrengungen zur Optimierung der Situation der Mütter. Es ist davon auszugehen, dass bei den nicht antwortenden Arbeitgebern die Situation nicht besser ist.

Ganze Auswertung


Oktober 2017


Motion Yvonne Feri: Werbeverbot soll für alle Säuglingsmilch gelten

Nahrungsprodukte für Säuglinge über sechs Monate werden oft in fast identischer Verpackung angeboten wie Produkte für Säuglinge unter sechs Monaten. Faktisch wird damit das geltende Werbeverbot für Säuglingsanfangsnahrung umgangen. Die in der Herbstsession von Nationalrätin Yvonne Feri (SP AG) eingegebene Motion 17.3661 „Werbebeschränkungen für Säuglingsanfangs- und Folgenahrungen“ will dies unterbinden und fordert, dass das Werbeverbot für alle Muttermilchersatzprodukte für Säuglinge bis zu einem Alter von 12 Monaten gelten soll. Dies mit dem Ziel, das Stillen besser zu schützen.


Medienmitteilung


September 2017



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