Überwachung der Werbung und des Marketings für Muttermilchersatzpräparate

Um das Stillen zu schützen und zu fördern ist eine Beschränkung und Kontrolle der Werbung für Muttermilchersatzpräparate sinnvoll. Bereits im Jahr 1981 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen internationalen Codex über die Vermarktung von „Muttermilchersatzpräparaten“ verabschiedet und die Mitgliedstaaten aufgefordert, diesen in geeigneter Weise umzusetzen.

In Jahr 1982 hat die Mehrheit der Unternehmen, die in der Schweiz Säuglingsnahrung herstellen und verkaufen einen freiwilligen Verhaltenskodex über die Vermarktung von Säuglingsanfangsnahrung unterzeichnet. Dieser Codex wurde von den unterzeichnenden Firmen in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit, der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie (SGP) und der Verbindung der Schweizer Ärzte (FMH) erstellt. Die Einhaltung der selbstauferlegten Werbebeschränkungen wird seit dem Jahr 1995 durch ein paritätisch zusammengesetztes Codex Panel überwacht, dem einerseits Vertreter der Hersteller und andererseits Delegierte der Organisationen, welche in Stillförderung Schweiz zusammengefasst sind, angehören. Alle am Schutz des Stillens interessierten Einzelpersonen und Organisationen können dem Panel Zuwiderhandlungen melden, und diese werden durch das Panel bearbeitet.

Im Jahr 2008 wurde die Werbebeschränkungen der EU-Richtlinie in die schweizerische Gesetzgebung (Lebensmittel und Gebrauchsgegenständeverordnung LGV) aufgenommen und sind somit nicht nur für die Hersteller, sondern auch für den Handel und das Gesundheitswesen verpflichtend.
Die Einhaltung der Werbebeschränkungen  wird durch die kantonalen Behörden (i.d.R. Kantonschemiker) überwacht.







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