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Stillförderung Schweiz

WHO Kodex

2021 – 40 Jahre internationaler Kodex


Um das Stillen zu schützen und zu fördern, ist eine Beschränkung und Kontrolle der Werbung für Muttermilchersatzpräparate sinnvoll. Bereits im Jahr 1981 haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die UNICEF einen internationalen Kodex über die Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten verabschiedet und die Mitgliedstaaten aufgefordert, diesen in geeigneter Weise umzusetzen.


Seither sind etliche Aktualisierungen und Ergänzungen erfolgt, die in zusätzlichen Resolutionen jeweils durch die Weltgesundheits-Versammlung (WHA) verabschiedet wurden. 2017 erschien ein Update in Form von häufigen Fragen (FAQ), das die Anliegen des Kodex sowie die einzelnen Veränderungen seit der ersten Verabschiedung thematisiert.


UNICEF und WHO fordern Regierungen auf, die Anforderungen des Kodexes vollständig in ihr Gesetz zu übernehmen, um zu verhindern, dass kommerzielle Interessen das Stillen, die optimale Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern sowie die Gesundheit von Kindern und Frauen untergraben.


Zum Jubiläum hat die GIFA (Geneva Infant Feeding Association) eine Broschüre erstellt mit einem Überblick über den Geltungsbereich und die Themen des internationalen Kodex über die Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten.


Der WHO Kodex bezieht sich auf «Muttermilchersatznahrung einschliesslich vorgefertigter Säuglingsnahrung; andere Milchprodukte, Nahrungsmittel und Getränke, einschliesslich flaschenverfütterter Beikost, wenn diese als – mit oder ohne Veränderung – teilweiser oder voller Ersatz für Muttermilch vermarktet oder auf andere Weise angeboten werden; Säuglingsflaschen und Sauger».

Dem Gesundheitspersonal sollen seitens der Hersteller keine finanziellen oder materiellen Anreize geboten werden, um Produkte zu fördern, die in den Anwendungsbereich dieses Codex fallen.

Der internationale Codex enthält Empfehlungen und ist daher nicht bindend.



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