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Eltern
Stillförderung Schweiz

Fachtagung Zürich 2022

«Stillen und Familie»


9. September 2022;  im Volkshaus Zürich



Eintreffen, Austausch und Imbiss ab 11:30 Uhr | Tagungsbeginn 13:00 Uhr



Was gibt es Neues zum Thema Stillen und Schlafen? Wie beeinflusst das Smartphone den Alltag junger Eltern? Wie werden Kinder rund um die Ankunft eines Geschwisters am besten begleitet?

Diese und andere Fragen rund um die Familie werden thematisiert sowie Facts und Erfahrung zu längerem Stillen vermittelt.

An der Fachtagung «Stillen und Familie» erhalten Fachpersonen Inputs zur Begleitung von Familien.

Programm

Anmeldung
(Unkostenbeitrag CHF 60.00)
 

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Programm



Das Smartphone und der Alltag junger Eltern

Dr. Michael Gemperle, Soziologe, Senior Researcher an der Forschungsstelle Institut für Hebammen ZHAW, Fellow der Digitalisierungsinitiative der Zürcher Hochschulen (DIZH) und Co-Leiter des SNF-Projekts «Smart Toddlers»
Anouk Joliat, Hebamme FH, stud. MSc, Wissenschaftliche Assistentin an der Forschungsstelle Institut für Hebammen ZHAW und Mitarbeiterin im SNF-Projekts «Smart Toddlers»

 

Das Smartphone ist aus dem Alltag werdender und frischgebackener Eltern nicht mehr wegzudenken. Als Symbol für «das Digitale» ist das Smartphone in den vergangenen Jahren auch auf unvergleichliche Weise zur Projektionsfläche politischer und medialer Diskurse avanciert. Eltern und Fachpersonen stellen sich die Frage, ob und wie die Smartphone-Nutzung mit der Kinderbetreuung vereinbar sei. Es fällt auf, dass diese Diskussion stark von Stereotypen und Klischees geprägt ist und noch wenig über den Platz und die Bedeutung des Smartphones im Alltag junger Eltern bekannt ist.

 

Der Beitrag präsentiert Resultate von qualitativen Interview-Auswertungen aus zwei SNF-Projekten zur Smartphone-Nutzung junger Eltern. Folgende Fragen stehen im Zentrum: Wie und wozu wird das mobile Multifunktionsgerät von werdenden und jungen Eltern im Alltag genutzt und inwiefern ist mit der Geburt eine Veränderung festzustellen? Welche Rolle spielt dabei die Informationsbeschaffung zu Gesundheits- oder Erziehungsthemen und in welchem Verhältnis steht dies zu den in dieser Lebensphase typischerweise relevanten Fachpersonen? Welche Bedeutung kommt der Smartphone-Nutzung in der Beziehung zwischen den beiden Elternteilen zu? Welche Unterschiede bestehen zwischen Männern und Frauen? Und: Mit welchen Wertvorstellungen wird die Smartphone-Nutzung assoziiert?


Kinder rund um die Ankunft eines neuen Geschwisters begleiten

Karin Handschin, Pädagogin, Kursleiterin für Geburtsvorbereitung (BirthCare, BGB), Schlafberaterin (1001kindernacht)

 

Die Ankunft eines Babys ist nicht nur für Eltern, sondern auch für Geschwisterkinder ein aufregendes Ereignis, welches mit vielen Emotionen einher geht. Die bevorstehende Geburt und das Einleben im Wochenbett als vergrösserte Familie lösen zahlreiche Gefühle aus. Da sind (Vor-)freude, Neugier und Liebe, jedoch meist auch Unsicherheit, Kummer und vielleicht sogar Ängste. Es ist nicht nur Mamas grösser werdender Bauch, der eine andere Form annimmt. Das spüren auch Geschwister – wenn oft nur unterbewusst – ganz deutlich. Eine neue Familienkonstellation nimmt ihren Anfang. Nicht nur die Elternrollen und damit verbundenen Aufgaben wandeln sich, auch die älteren Geschwister schlüpfen in Rollen, die ihnen noch unbekannt sind. Neue Beziehungen werden geknüpft und bereits bestehende verändern sich.

 

Wie verhalten sich werdende und frischgebackene Geschwister, was brauchen sie rund um die Ankunft eines Babys und wie können Eltern/Bezugspersonen sie liebevoll und einfühlsam durch diese intensive Zeit des Umbruchs begleiten?

 

Im Referat werde ich diesen Fragen nachgehen und die Teilnehmenden dazu ermutigen, in den zu begleitenden Familien dem Blick auf die Geschwisterkinder insbesondere rund um die Geburt Raum zu geben und deren Eltern in dieser sensiblen Phase mit hilfreichen Inputs zu unterstützen.


Stillen und Schlafen – was gibt es Neues aus der Forschung?

Dr. med. Herbert Renz-Polster, Kinderarzt und Wissenschaftler  


Als Kinderarzt befasse ich mich seit vielen Jahren nicht nur mit Fragen der Kindergesundheit sondern vor allem auch mit der kindlichen Entwicklung mit ihren ganz alltäglichen Fragen, vom Babyschlaf über den Kinderzorn bis zur Pubertät.

 

Die Themen Stillen und Schlafen begegnen sich an vielen Stellen. Zum Beispiel:

-        Stillen schützt vor dem Plötzlichen Kindstod – nur: auf welchem Wege?

-        Stillen wird oft als ungünstige Einschlafassoziation bezeichnet – zurecht?

-        Gestillte Kinder trinken nachts häufiger als nicht-gestillte Kinder. Was bedeutet das für die Schlafqualität der Mutter?


Stillen so lange wir wollen

Miriam Wille, Hebamme HF, Stillberaterin IBCLC

 

Stillen über die empfohlenen sechs Monate hinaus ist durchaus sinnvoll.

Die gesundheitlichen Nutzen für das Kind und die Mutter sind vielfältig.

Einen kurzen Exkurs in ein doch polarisierendes Thema mit Fakten und Erfahrungen.

Stillen bis hinein ins Kleinkindalter bringt Fragen mit sich, welche vor allem von Mutter und Kind beantwortet werden können.

Genau diese Antworten sind so wertvoll für unseren Beratungsalltag. Hören wir hin und behalten dabei unsere ganz persönliche Haltung im Blick.


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